SPD-Analyse: Immer weniger Supermärkte auf dem Land

15. Oktober 2014

Dr. Linus Förster (SPD): Staatsregierung soll Maßnahmen zur Unterstützung und Förderung von ländlichen Lebensmittelgeschäften im Heimatministerium bündeln

Das Supermarkt-Sterben auf dem Land in Schwaben, vor allem im Bezirk Donau-Ries, hat in den letzten 10 Jahren dramatisch zugenommen. Das hat die SPD-Landtagsfraktion mit einer Anfrage an die Staatsregierung herausgefunden. In knapp 490 bayerischen Kommunen gibt es kein Lebensmittelgeschäft mehr. In Schwaben ist die Zahl der Geschäfte in der Summe 2005 bis 2014 zwar nur von rund 879 auf knapp 844 zurückgegangen, das liegt aber daran, dass in Großstädten die Zahl der Großmärkte gewachsen ist – nur in Günzburg beispielsweise um 13,3 %. Anders sieht es auf dem Land aus. Allein im Donau-Ries sind die Geschäfte auf dem Land von 75 auf 62 Läden zurückgegangen, das bedeutet einen Rückgang um 17,3 %. Der für das Donau-Ries zuständige SPD Landtagsabgeordnete Dr. Linus Förster fordert mehr Engagement der Staatsregierung, um diesem Trend entgegenzuwirken: "Ich könnte mir gut vorstellen, Fördermittel, Expertise und Beratung unter dem Dach des neuen Heimatministeriums zusammenzufassen. Im Moment sind vier Ministerien und diverse Behörden und Ämter dafür zuständig. Da blickt kein Mensch durch!“

„Vor allem in strukturschwachen Regionen wird die Nahversorgung mittelfristig in weiten Teilen des Freistaats regelrecht wegbrechen", warnt Förster. "Die Wege zu den Supermärkten werden immer weiter. Das ist insbesondere mit Hinblick auf die immer älter werdende Gesellschaft ein Problem."

  • 15.04.2016 – 31.07.2016
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